Im Apoyo
Educativo (Bildungsunterstützung) arbeiten wir mit Kindern und Jugendlichen und versuchen
deren Lernprozesse zu stärken. Außerdem haben wir Themen wie
Ernährung, Umwelt, politische Bildung mit Schwerpunkt soziale
Handlungsträger_innen,
Identität, Selbsteinschätzung in den Apoyo Educativo mit
aufgenommen, da uns eine ganzheitliche Bildung wichtig ist. Jedes
Jahr bietet wir zwischen 230 und 250 Workshops an.
Die
Idee des Apoyo Educativo ist mittlerweile auch ein Stück weit
in die öffentlichen Schulen getragen worden und die Nachfrage steigt
von Mal zu Mal.
Als
wir mit der Arbeit des Apoyo
Educativo
angefangen haben kamen zehn Kinder zu uns, nun sind es ungefähr 70,
aufgeteilt auf vier Gruppen, die sich drei mal die Woche treffen. Die
erste Gruppe heißt RIGOBERTA MENCHU (Kinder im Alter von 4-7
Jahren), die zweite Gruppe heißt JUAN JUARISTI EGUINO (Kinder im
Alter von 7-8 Jahren), die dritte Gruppe heißt DOMITILA CHUNGARA
(Kinder im Alter von 8-10 Jahren) und die vierte Gruppe heißt JUANA
AZURDUY DE PADILLA (Kinder ab 10 Jahren).
In
unserem Bildungsangebot gibt es Kurse, die die Kinder in den
Bereichen Mathematik, Sprache und Artistik mithilfe von alternativen
Lern-Methoden wie Spielen, Übungen und Kunst unterstützen sollen.
Die
Sprache im Bereich Leseverstehen und Schreiben unterstützen wir
mithilfe von traditionellen Erzählungen, Theater, Puppenspiel,
Malerei, Tanz und Mathematik mithilfe von Weben, Zirkus, Spielen und
dem Stärken von logischem mathematischen Denken ganz nach der
Notwendigkeit der Kinder
Wir alle lernen und wir sind alle wichtig. Lernen ist etwas
wechselseitiges und wir glauben nicht an absolute Wahrheiten,
sondern an den Aufbau von echten Kollektiven
Außerdem
legen wir viel Wert auf das Ausüben unserer kulturellen Praktiken.
Jedes Wochenende veranstalten wir gemeinsam mit den Kindern ein
apthapi,
ein kollektives Essen, zu dem alle beisteuern, was sie haben oder
produzieren. Jedes Kind bringt ein bisschen Essen mit, zum Beispiel
chuño
(durch eine Kälteschockverfahren haltbar gemachte Kartoffeln), papa
(Kartoffeln), oca (Knollen), choclo (Mais) und vieles mehr und das
alles wird geteilt wie in einer Familie.
Am
Ende jeden Monats treffen sich die vier Gruppen in einer gemeinsamen
Konferenz, in der sie ihre Arbeit zusammen evaluieren und konkret
Vorschläge für die nächste Zeit entwickeln, um somit an der
Gestaltung ihrer Kurse selber mitzuwirken. Außerdem gibt es jeden
zweiten Monat eine Zusammenkunft mit den Eltern, um sie über die
Arbeit im Apoyo
Educativo
und die Fortschritte der Lernprozesse ihrer Kinder zu informieren.
Wir
arbeiten mit der Kunst als Mittel im Lernprozess, denn das hilft den
Kindern sich besser auszudrücken und zu verstehen, dass wir auch
mit dem Körper sprechen können. Außerdem können wir die Kinder
dadurch in der Weiterentwicklung ihrer kreativen Fähigkeiten
unterstützen, denn ohne dieses Gleichgewicht ist eine ganzheitliche
Entwicklung nicht möglich.
Die Kurse sind:
MONTAG – Sprache
MITTWOCH –
Mathematik
FREITAG – Kunst,
Theater, Puppenspiel, Zirkus, Kreatives
Wir bringen unsere
Inhalte auch an folgenden Schulen ein: José Manuel Pando, CONVIFAC,
America, 25 de Julio, San Antonio, Villa Victoria, España, Bolivia
Mar.
Der
Apoyo
Educativo beginnt
immer um 14.30 Uhr und endet um 16.30 Uhr.
Um
eine gute Arbeit entwickeln zu können und Sicherheit zu
gewährleisten ist das Team des Apoyo
Educativos dafür
verantwortlich, die Kinder von verschiedenen Punkten der Stadt
abzuholen und zum Projekt zu bringen.
Die
Themenstränge, die wir miteinander verknüpfen, sind - neben unseren
eigenen Praktiken und Erlebnissen - Identität, Selbstbewusstsein,
wechselseitige Beziehungen, politische Bildung, kollektives
Gedächtnis, Geschlechterverhältnisse, Umwelt, soziale
Handlungsträger_innen
und
viele mehr.
Im
ganzen Apoyo
Educativo geht
es ständig darum, gemeinschaftliche Werte wiederzugewinnen, um ein
gutes Leben in einer harmonischen Gesellschaft zu ermöglichen. Die
Teilnahme am Apoyo
Educativo ist
selbstverständlich kostenlos.